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Neuharlinger Sieltief - Rietleide - Meyenburger Tief![]() Die Rietleide im Winter Erstens kommt es anders... Geplant war eigentlich ein Rundkurs Benser Tief - Stuhlleide - Falstertief, ein Niederungsgebiet zwischen Dunum, Stedesdorf und Burhafe, am Rande des Oldenburgisch-Ostfriesischen Geestrückens. Was auf der Karte sehr reizvoll aussieht, entpuppt sich jedoch als unmöglich zu fahren: Das Benser Tief ist keins mehr, man kann trockenen Fußes hindurchlaufen, sofern man überhaupt durchkommt - es ist völlig zugewachsen mit Schilf, Binsen und sogar Bäumen und Sträuchern. Während Stuhlleide und Falstertief durchaus fahrbar sind, ist so kein Rundkurs mehr möglich. Alternative Stuhlleide und Falstertief münden in das Neuharlinger Sieltief, welches Ende des 18. Jahrhunderts als schnurgerader Entwässerungskanal angelegt wurde. Mit Rietleide und Meyenburger Tief ergibt sich ein netter kleiner Rundkurs durch ein kaum besiedeltes Gebiet, welches noch vor 200 Jahren in den Wintermonaten in einen riesigen See verwandelt wurde. Eisfahrt Einsetzstelle ist das Neuharlinger Sieltief (Brücke zwischen Mullbarg und Stedesdorf). Die langweilige Strecke kommt zuerst - schnurstracks geht es Richtung Norden. Nach etwa einem Kilometer zweigt links die Grove ab, auf der man bis Osteraccum fahren kann. Nach weiteren zwei Kilometern und drei Brücken zweigt dann rechts die Rietleide ab. "Leide" werden hier kleinere Tiefs genannt, die meisten davon sind gut fahrbar. Das Jahr hat gerade begonnen, von der letzten "Eiszeit" sind noch Reste zu sehen. Das Wasser ist eiskalt, zur Sicherheit dient ein Neoprenanzug als Unterwäsche. Teilweise sind noch Reste der Eisfläche vorhanden, die meisten brechen sofort auseinander, bei einigen ist jedoch Vorsicht geboten, das Boot kann umkippen oder Leck schlagen. Auf der Rietleide müssen einige wenige sehr niedrige Brücken und Wehre umtragen werden, bei niedrigem Wasserstand können Mutige auch durchfahren, die Tore sind meist offen. Hinter der Brücke Boisenhausen/Kleinhusums zweigt die Klunderberger Leide ab, endet jedoch kurz vor unserer Einsetzstelle. Die Rietleide mündet nach einigen weiteren Kehren in das Meyenburger Tief, hier geht es rechts weiter unter der Brücke Helsenwarfen/Erichswarfen hindurch. Es folgen hohe, meist mit Schilf bewachsene Ufer, man sieht von der Umgebung häufig nur die Windkraftanlagen. Die Brücke bei Mullbarg folgt, bei geöffnetem Tor kann man hier gut durchfahren. Am Spätnachmittag beginnt die Wasseroberfläche wieder zuzufrieren, durch die frischen Eisflächen geht es nur langsam voran. Endlich mündet das Meyenburger Tief in das eisfreie Neuharlinger Sieltief, nach einem Kilometer folgt dann wieder die Einsetzstelle. Menschen habe ich auf der ganzen Fahrt keine gesehen. Es soll hier aber welche geben - wozu sonst die vielen Brücken? Bildergalerie Neuharlinger Sieltief - Rietleide - Meyenburger Tief:![]() Das Benser "Tief"... ![]() Die Alternative. ![]() Los geht's! ![]() Wir machen den Weg frei? ![]() Rest der letzten "Eiszeit". ![]() Ein Baum - sehr selten hier! ![]() Die Grove zweigt ab ![]() Nach einigen Brücken... ![]() zweigt die Rietleide ab. ![]() Mit Schnee... ![]() und Eis am Ufer. ![]() Weiter... ![]() ..und weiter... ![]() ...bis zur ersten Brücke - umtragen! ![]() Noch mehr Schnee... ![]() ...und weiter... ![]() ...bei Gegenlicht... ![]() ...bis zum ersten Wehr. ![]() Keine Panik - das Wasser ist eisig! ![]() Weiter gehts. ![]() Da kommt schon die nächste Brücke. ![]() Noch eine... ![]() ...mit viel Eis davor... ![]() ...und dahinter. ![]() Fußgängerbrücke für Mutige. ![]() Es folgt das Meyenburger Tief,... ![]() ...rechts ab. ![]() Dort... ![]() ...weiter... ![]() ...an Schilfufern vorbei... ![]() ...durch das Eis. ![]() Kleine Pause. ![]() Wo geht's da wohl hin? ![]() Mullbarg nähert sich... ![]() ...mit Windkraftanlage... ![]() ...und Wehr. ![]() Danach wieder dichtes Eis... ![]() ...und hohe Ufer ![]() Das Sieltief naht. ![]() In der Ferne... ![]() ...die Einsetzstelle. ![]() Wissenswertes. |